Die Passionsblume ist ein kletternder, bis zu 10 m hoch wachsender Strauch mit wechselständigen, gestielten, dreilappigen Blättern. Das Aussehen der Blüte erinnerte europäische Missionare in Südamerika an die Leiden Christi am Kreuz, was für den Namen der Pflanze (von passion = Leiden und flora = Blume) ausschlaggebend sein sollte.
Die Frucht ist eine essbare Beere mit vielen Kernen. Im Obsthandel kommen allerdings die größeren Früchte anderer Züchtungen auf den Markt.
Medizinisch verwendet wird das getrocknete Kraut blütentragender Triebe.
Passionsblumenkraut enthält Flavonoide, Cumarine, Zucker, Glykoproteine und geringe Mengen an ätherischen Ölen. Traditionsgemäß werden Zubereitungen vor allem in Kombination mit anderen Pflanzenextrakten zur Behandlung von nervösen Unruhezuständen und Einschlafstörungen verwendet. Als wirksames Prinzip scheinen die überwiegend als C-Glykoside vorliegenden Flavonoide in Frage zu kommen. Zubereitungen aus dem Passionsblumenkraut scheinen insbesondere die Symptome ängstlich-nervöser Stimmungszustände zu bessern und sich als Tagessedativum zu eignen. Bei Schlafstörungen wird Passionsblumenkraut meist mit anderen Sedativa, wie Baldrian, Hopfen und Melisse kombiniert.
Hinweise:
Nicht während Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden!
Es gibt keine Untersuchungen, die die Unbedenklichkeit einer Anwendung belegen.
Nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt bei Kindern anwenden!
Bei länger als eine Woche anhaltenden oder immer wieder kehrenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.